· 

16. Dezember: Zuhause


Foto von Aaron Burden

Lieber Mensch,
dein Körper ist dein Haus. In der Yoga-Philosophie wird der Körper als die äußerste der fünf Hüllen betrachtet, die die Seele umgeben. Dazwischen liegen von außen nach innen gesehen die energetische, emotionale, mentale und von Einklang mit der Natur erfüllte Hülle. Um also die eigene Seele zu erreichen, räumt man erst mit etwaigen Blockaden in den darumliegenden Hüllen auf.

Im Yoga arbeiten wir vor allem mit den drei äußersten Hüllen: Über die Asanas können körperliche Hindernisse entdeckt und überwunden, mit Atemübungen die Energie in Balance gebracht und mit dem Singen von Mantren Gefühle erkannt und auch Traumata verarbeitet werden. Doch schon sobald man sich mit dem eigenen Wesen auseinandersetzt, kommt man eigentlich nicht darum herum, sich mit seiner Psyche auseinanderzusetzen. :D Das heißt, die emotionale Hülle wird durch die meisten Übungen bearbeitet.

Jede dieser Hüllen machen deine Erscheinung aus - jedoch nicht deine Seele, welche unveränderlich ist. Dieser Gedanke ermöglicht es dir, dich nicht zu sehr mit deinen äußeren Hüllen zu identifizieren, denn sie verändern sich ständig und du kannst selbst ihre Entwicklung lenken. Daher kommt der Satz: Du bist nicht, was du denkst, fühlst oder willst.

Trotzdem braucht jede Hülle Aufmerksamkeit, Zuneigung und Pflege. Neben Yoga können das gutes Essen, Zeit für sich selbst und inspirierende Bücher sein. Wenn du darauf achtest, wird dir dein Haus mitteilen, was es wirklich braucht.


Jede Woche gebe ich meinen Schüler*innen einen thematischen Ausblick auf die Yogastunde. Falls du ebenfalls per Mail benachrichtigt werden möchtest, trage dich hier ein oder gib mir deine Mail-Adresse vor Ort. :)

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Möchtest du in Kontakt bleiben?

Verbringe jeden Tag etwas Zeit mit dir selbst.