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22. Juli: Den Tag selbst lieben


Lieber Mensch,
bist du auch gerade ungeduldig? Sehnst du die Absolvierung bestimmter Tätigkeiten herbei oder ärgerst du dich, dass du heute wieder nicht so weit gekommen bist, wie du es gerne gehabt hättest?

 

Woran liegt es, dass niemals genug Zeit verfügbar ist? Und warum ist Zeit nie im richtigen Maß vorhanden - mal ist es zu wenig und dann ziehen sich die Sekunden schon wieder im Schneckentempo?

Ich denke, die Gründe sind weniger im Außen als im Innen zu finden, außer die Aufgaben stapeln sich gerade bei dir und du kannst die Deadline nicht selbst bestimmen. Doch auch hier kann dir deine eigene Einstellung der Zeiteinteilung gegenüber aus der Ohnmacht hinaus helfen. Denn Stress entsteht vor allem dann, wenn du hohe Erwartungen an deine Leistungen setzst. Dann sorgt schon allein der Gedanke an all das, was du zu leisten hast, für Kurzatmigkeit und Engstirnigkeit, die wenig Platz für Fantasie und Neugier lassen. Es hat viel mit Selbstliebe zu tun, sich die Aufgaben für den Tag so herauszusuchen, dass du auch Zeit für dich selbst hast, in der du frei von Abgabeterminen bist.

Falls du in selbstzerstörerischen Denkmustern gefangen bist, die dir keine Ruhe bringen, kannst du dir in kleinen Schritten ein Gewand aus Resilienz aufbauen. Dieses lädt dich ein, auch mit vier Fünfteln deines Einsatzes zufrieden zu sein, Positives näher an dich ran zu lassen, nach Dingen Ausschau zu halten, die dich begeistern und in deinem Leben Platz finden sollen und ruhige Momente zu kreieren, aus denen du Kraft und Liebe für dich selbst schöpfen kannst. Du darfst dich in deinem Körper, deiner Gefühlswelt und deinem Denken wohlfühlen, denn du selbst bist der Punkt, von dem aus alles in deinem Leben beginnt und zu welchem alles wieder zurückkommt. Mach dich selbst zu deinem Zuhause, welches ständig in Bewegung ist. Richte dich ein. Richte dich aus. Und auch wie eine Schnecke darfst du dir Zeit nehmen für Wachstum und Wunder.

Wir werden uns in der Yogastunde mit fließenden Formen beschäftigen und versuchen, uns nicht zu sehr über Positionen zu ärgern, die wir noch nicht perfekt können. :)

Foto von Finn Faust


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