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15. Juli: Wie wächst man weiter?


Lieber Mensch,
der Alltag stellt für viele eine auslaugende Überlastung an Aufgaben, die zu erledigen, und Informationen, die aufzunehmen sind, dar. Auf Dauer wirkt dies auszehrend und Krankheitsbilder können entstehen. Die einzige Möglichkeit, dem präventiv entgegenzuwirken, ist es Ruhezeiten einzulegen, aus welchen Energie geschöpft werden kann.

Diese Art der Entspannung finden viele im Yoga. Dabei ist Yoga ursprünglich nicht zum Ausspannen gedacht gewesen. „Yoga" bedeutet übersetzt am ehesten „Joch", also eine weitere Aufgabe, die man abhakt. Yoga ist zudem als Vorbereitung zur Meditation angelegt, was wiederum bedeutet, dass, wenn wir das Yoga gemeistert haben, wir eine weitere Aufgabe vor Augen haben und uns im Meditieren üben können.

Die Wahrheit ist, dass es immer eine Aufgabe geben wird, die von dir Aufmerksamkeit verlangt, weshalb du dich von deinem Streben nach der Aufgabenfreiheit lösen und vielleicht einfach den Moment genießen kannst. Das ist am einfachsten umzusetzen, wenn die Aufgaben nicht dein Leben bestimmen, sondern deine Ziele liebevoll von dir gesetzt und mit Vertrauen kontinuierlich ein Gelingen von dir bewirkt wird. Eine Aufgabe zu haben, heißt gebraucht zu werden, lebendig und handlungsfähig zu sein und eine Vision zu haben.

 

Zwischen Entspannung und Stress liegt der Moment, in welchem man seine Komfortzone verlässt. Es ist wichtig, aus Gewohnheiten immer wieder auszubrechen, um sie zu überprüfen und körperlich wie mental und psychisch zu wachsen. Deine Weiterentwicklung fußte bisher immer auf einem Ausbrechen aus Strukturen, aus dem Ausprobieren deiner Ideen und der Konfrontation mit deinen Ängsten. Nur deine Neugier gab dir Einblicke in dein Selbst.
Wie im Yoga kannst du im Leben die Balance zwischen Ruhe und Schnelligkeit, zwischen Innen und Außen suchen. Entwickle ein gesundes Bedürfnis für Pausen und beschäftige dich in diesen auf eine Weise, die dich glücklich macht. Behalte deinen Forschergeist bei und betrachte auch Ängste mit Neugier. Sie können dir viel über dich erzählen. 
Wir beschäftigen uns in der Yoga-Stunde mit der Komfortzone, wo sie anfängt und wo sie aufhört.
Ich freue mich auf dich!
Foto von Finn Faust

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